🫙 Anleitung · 10 Min. Lesezeit

Silikonform selber machen mit dem 3D-Drucker

Von meshcast.app · Aktualisiert Oktober 2026

Dieser Ratgeber wurde mit KI-Unterstützung erstellt.

Kurz gesagt

Du druckst nicht die Silikonform selbst, sondern das Urmodell und einen Formkasten drumherum, mit 4 bis 8 mm Luft zum Modell. In diesen Spalt gießt du ein additionsvernetzendes Silikon mit etwa 20 bis 30 Shore A, nach Gewicht gemischt. Nach 4 bis 24 Stunden ziehst du eine flexible Form ab, die Kerzenwachs, Gips, Beton, Epoxidharz oder Seife dutzendfach abformt. PLA-Drucke sind dabei unproblematisch, Resin-Drucke können die Aushärtung verhindern.

Das Prinzip: Du druckst den Kasten, nicht die Form

Echtes Abformsilikon kannst du mit einem normalen FDM- oder Resin-Drucker nicht drucken. Der Drucker liefert alles drumherum: das Urmodell (das Positiv, das du vervielfältigen willst) und den Formkasten, der das flüssige Silikon hält, bis es ausgehärtet ist. Danach ziehst du eine weiche Negativform ab. Genau diese Flexibilität ist der Grund für den Umweg: Eine starre, gedruckte Form gibt Hinterschneidungen und feine Details nicht frei, Silikon schon.

Gegenüber dem klassischen Kasten aus Holz oder Lego hält ein gedruckter Formkasten überall den gleichen Abstand zum Modell. Statt der oft empfohlenen 1 bis 2 cm kommst du mit weniger aus, und weil Silikon der teure Teil ist, sparst du spürbar Geld.

Was du brauchst

Schritt 1: Das Urmodell

Silikon kopiert alles: Schichtlinien, Stützenreste, Fingerabdrücke im Lack. Jeder Fehler am Urmodell landet auf jedem Abguss, hier lohnt sich die Zeit am meisten.

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Modell auswählen

Ideal sind Objekte mit einer flachen Seite, die zur Gießöffnung wird: Kerzen, Untersetzer, Seifen, Figuren auf Sockel. Leichte Hinterschneidungen sind kein Problem, tiefe Haken und dünne Spitzen reißen beim Entformen aber eher ab. Dein STL sollte wasserdicht sein, also keine Löcher im Netz haben.

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FDM oder Resin?

Resin-Drucke sind glatter, haben aber einen Haken: Nicht vollständig ausgehärtetes Harz verhindert, dass additionsvernetzendes Silikon an der Kontaktfläche aushärtet, auch wenn sich der Druck trocken anfühlt. PLA und PETG haben dieses Problem praktisch nicht. Mehr dazu unter Welches Silikon?.

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Schichtlinien loswerden

Mit 0,12 mm Schichthöhe oder feiner drucken, die wichtigsten Flächen nach oben. Dann schleifen (Körnung 240 bis 600) und versiegeln, etwa mit Sprühfüller und Klarlack oder einer Epoxid-Beschichtung für 3D-Drucke. Lack einen ganzen Tag auslüften lassen: Frischer Lack kann selbst die Aushärtung stören.

Kommt es aufs Endmaß an, skaliere das Urmodell um den Schwund deines Gießmaterials hoch (Wert laut Datenblatt).

Schritt 2: Den Formkasten drucken

Der Formkasten muss vor allem eines: dicht sein und unter dem Gewicht des flüssigen Silikons nicht nachgeben. Silikon ist dünnflüssiger, als man denkt, und findet jeden Spalt.

EinstellungEmpfehlungWarum
MaterialPLA reicht, PETG geht auchSilikon härtet bei Raumtemperatur aus, es gibt keine Hitze, der der Kasten standhalten muss
Abstand zum Modell4 bis 8 mmDünner reißt, dicker wird steif und teuer
Wände3 bis 4 PerimeterMit nur zwei Wänden beult der Kasten unter der Silikonsäule aus
Infill15 bis 20 %Die Wände tragen, das Infill verhindert nur Verformung
Schichthöhe0,2 mmDie Oberfläche des Kastens landet nie auf dem Abguss

Beim Zusammenbauen gilt: Jede Naht von außen abdichten, mit Heißkleber, Knete (schwefelfrei!) oder Klebeband. Stell den ganzen Aufbau in eine Wanne, dann kostet dich ein Leck Silikon und nicht den Schreibtisch. Und kleb das Urmodell am Boden fest, mit einem Klecks Heißkleber oder doppelseitigem Klebeband: Silikon ist schwerer als die meisten Drucke, ein loses Modell schwimmt sonst auf.

Formkasten automatisch erzeugen: Der Silikonform-Generator von Meshcast baut aus einer STL- oder OBJ-Datei das passende Gehäuse: als rechteckige oder runde Box oder als konturierte Schale, die der Silhouette folgt und bei hohen, schlanken Objekten deutlich weniger Silikon braucht. Du stellst die Silikondicke ein und siehst vor dem Druck, wie viel Silikon der Guss braucht. Dazu gibt es ein schwundkompensiertes Urmodell, und nicht wasserdichte Modelle repariert das Tool beim Laden. Kostenlos im Browser.

Welches Silikon? Platin oder Zinn, und wie hart?

Abformsilikone sind RTV-2-Silikone: zwei Komponenten, die bei Raumtemperatur vernetzen, in zwei chemischen Varianten. Diese Wahl entscheidet mehr über Erfolg oder Frust als jede andere.

Additionsvernetzend (Platin)Kondensationsvernetzend (Zinn)
MischverhältnisMeist 1:1, manche 10:1 (nach Gewicht)Oft 100:2 bis 100:5, manche 10:1 (nach Gewicht)
SchwundSehr gering, meist unter 0,1 %Etwas höher, und die Form schrumpft über Monate leicht nach
Haltbarkeit der FormLange, bleibt elastischKürzer, wird mit der Zeit spröder
Empfindlich gegen VerunreinigungSehr: Resin, Schwefelknete, Latex, SekundenkleberKaum
LebensmittelkontaktNur Sorten mit ausdrücklicher ZulassungNicht geeignet
PreisHöherGünstiger

Welche Sorte du hast, steht im technischen Datenblatt, nicht im Produkttitel. Am Mischverhältnis allein erkennst du es nicht sicher.

Faustregel: Additionsvernetzend für saubere FDM-Urmodelle aus PLA oder PETG, kondensationsvernetzend als robuste Ausweichlösung für Resin-Drucke, Knete oder Unbekanntes.

Inhibierung: der unsichtbare Formkiller

Platinvernetzendes Silikon härtet durch einen Katalysator aus, den eine Handvoll Alltagsstoffe bei Kontakt lahmlegt. Dann bleibt das Silikon genau dort, wo es das Urmodell berührt, dauerhaft klebrig. Es wird auch nicht später noch fest. Die häufigsten Ursachen:

Resin-Urmodelle: in sauberem Isopropanol waschen, großzügig nachhärten, ein bis zwei Tage auslüften lassen, versiegeln. Und dann trotzdem testen.

Der Klecks-Test, jedes Mal: Misch einen Klecks Silikon an, setz ihn auf das Urmodell (oder ein Reststück mit gleicher Oberfläche) und warte die volle Aushärtezeit ab. Löst er sich fest und sauber, kannst du gießen. Bleibt er klebrig, hast du gerade einen halben Liter Silikon gerettet.

Shore-Härte: wie weich soll die Form sein?

Shore AEigenschaftGut für
10 bis 20Sehr weich und dehnbarStarke Hinterschneidungen, filigrane Teile. Reißt an dünnen Stellen schneller
20 bis 30Der AllrounderKerzen, Seife, Epoxidharz, Gips, fast alles
30 bis 40Formstabil, weniger dehnbarGrößere, schwere Abgüsse wie Beton, flache Formen, die nicht durchhängen sollen

Härter als etwa 30 Shore A gibt Hinterschneidungen schlechter frei, und genau dafür nimmst du ja Silikon. Weicher als 20 reißt bei dünnen Wänden. Im Zweifel: 25 Shore A.

Trennmittel: wann du es brauchst und wann nicht

Silikon klebt an fast nichts, außer an einem: anderem Silikon. Daraus ergeben sich die Regeln.

KontaktTrennmittel?Hinweis
Silikon auf PLA/PETG (Kasten, Urmodell)EmpfohlenSilikon verkrallt sich in Schichtlinien. Dünn Trennspray oder Vaseline
Silikon auf Silikon (zweite Formhälfte)PflichtSonst verbinden sich beide Hälften zu einem Block
Wachs, Gips, Seife in SilikonMeist nicht nötigLöst sich von selbst
Epoxidharz in SilikonMeist nicht nötigTrennspray verlängert die Lebensdauer
Beton in SilikonOptionalEin Hauch Trennöl hilft bei großen Flächen

Immer dünn auftragen: Jede Pfütze bildet sich auf dem Abguss ab.

Schritt 3: Mischen, entgasen, gießen

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Menge bestimmen

Volumen zwischen Kasten und Modell mal Dichte laut Datenblatt (oft um 1,1 g/cm³), plus etwas Reserve. Der Silikonrechner rechnet das aus den Maßen deines Objekts aus, der Generator direkt für dein Modell.

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Komponenten aufrühren, dann wiegen

Jede Komponente erst im eigenen Gebinde aufrühren, Füllstoffe setzen sich ab. Dann nach Gewicht abwiegen, genau laut Datenblatt: 1:1 nach Gewicht ist nicht 1:1 nach Volumen. Mehr Härter macht Platinsilikon nicht schneller, sondern verdirbt es.

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Langsam und gründlich mischen

Zwei bis drei Minuten rühren, Stab unter der Oberfläche, Rand und Boden abkratzen. Dann in einen zweiten Becher umfüllen und nochmal durchrühren: Das beseitigt fast alle weichen Schlieren. Behalte die Topfzeit im Blick: Typisch sind 20 bis 60 Minuten bei 23 °C, schnelle Sorten nur 5 bis 10. Wärme verkürzt sie deutlich.

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Entgasen (wenn du kannst)

Im Vakuum steigt das Silikon auf das Drei- bis Vierfache und fällt dann zusammen. Danach ein bis zwei Minuten halten, langsam belüften. Becher höchstens zu einem Viertel füllen. Ohne Kammer zählt der nächste Schritt doppelt.

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Dünn, hoch, in die Ecke gießen

Feine Details zuerst dünn mit Silikon einpinseln. Dann einen bleistiftdünnen Strahl aus etwa 30 cm Höhe in die tiefste Ecke gießen, nicht aufs Modell. Blasen platzen im Strahl, und das aufsteigende Silikon schiebt die Luft vor sich her. Mindestens 5 mm über die höchste Stelle gießen.

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Aushärten und entformen

Ideal sind 20 bis 25 °C, die Aushärtezeit liegt je nach Silikon bei etwa 4 bis 24 Stunden. Unter 18 °C kann sie sich vervielfachen. Danach Klammern lösen, Kastenteile abziehen und die Form vorsichtig vom Modell schälen. Kein Metallwerkzeug an die Formfläche: Jede Kerbe kopiert sich in jeden Abguss.

Einteilig oder zweiteilig?

Einteilige Form (Blockform): Das Modell steht mit seiner flachen Seite auf dem Boden, das Silikon wird rundherum gegossen. Die flache Seite wird zur Gießöffnung. Das ist der Standard für Kerzen, Seifen, Untersetzer, Figuren mit Sockel und fast alles, was eine ebene Rückseite hat. Einfacher geht es nicht.

Zweiteilige Form: Für Objekte, die rundum Details haben, zum Beispiel eine Kugel, eine freistehende Figur oder eine Schachfigur ohne flachen Boden. So gehst du vor:

  1. Das Modell bis zur Trennebene (der breitesten Stelle) in schwefelfreie Knete oder einen gedruckten Einsatz betten. Kegelförmige Passmarken in die Knete drücken, damit die Hälften später nicht verrutschen.
  2. Erste Hälfte gießen und aushärten lassen.
  3. Knete entfernen, alles umdrehen und die Silikonfläche gründlich mit Trennmittel für Silikon auf Silikon behandeln.
  4. Einen Gießkanal (mindestens 10 bis 15 mm Durchmesser) und dünne Entlüftungskanäle (2 bis 3 mm) an jede nach oben zeigende Spitze setzen, dann die zweite Hälfte gießen.

Eine Alternative für Einsteiger ist die Schnittform: einteilig gießen und danach mit dem Skalpell in einer Zickzack-Linie aufschneiden. Die Zacken greifen beim Zusammensetzen ineinander und zentrieren die Form von selbst. Leg die Schnittlinie an eine Kante oder unauffällige Seite, nie quer über eine Fläche mit Details.

Bei großen Objekten lohnt sich eine Hautform: eine gleichmäßig dünne Silikonschicht in einer starren Stützschale. Genau das macht der konturierte Modus des Silikonform-Generators.

Was du in der Silikonform gießen kannst

MaterialShore-EmpfehlungWorauf du achten musst
Kerzenwachs (Soja, Raps, Paraffin)20 bis 30 ASilikon hält die Gießtemperatur von Wachs problemlos aus (Grenze laut Datenblatt). Wachs schrumpft beim Abkühlen, die Senke am Docht nachgießen
Gips, Keraflott, Jesmonite20 bis 30 AKein Trennmittel nötig. Form mit etwas Spüliwasser benetzen, dann haften weniger Blasen
Beton, Zement25 bis 40 ASchwer: Form stützen, sonst beult sie aus. Klopfen gegen Lufteinschlüsse, etwa einen Tag bis zum Entformen
Epoxidharz20 bis 30 AGlänzende Oberflächen. Die Reaktionswärme dicker Güsse greift das Silikon an, die Form hält weniger Abgüsse
Seife (Gießseife, Kaltverfahren)20 bis 30 AAlkohol gegen Oberflächenblasen aufsprühen. Für Kaltverfahren-Seife sind Silikonformen Standard
Lebensmittel (Schokolade, Eis)laut ProduktNur mit Silikon, das ausdrücklich für Lebensmittelkontakt zugelassen ist

Eine gute Silikonform hält als grober Richtwert 50 bis 100 Abgüsse mit Wachs oder Seife und etwa 20 bis 50 mit Epoxidharz. Wird die Oberfläche matt oder reißt sie ein, gießt du einfach eine neue: Formkasten und Urmodell hast du ja noch.

Kein Silikon zur Hand oder du brauchst nur wenige Abgüsse? Für Kerzen gibt es mit der starren Kerzenform auch einen Weg ganz ohne Silikon, direkt gedruckt. Und wenn das Objekt so verschachtelt ist, dass sich keine Form abziehen lässt, kannst du mit einer auflösbaren PVA-Form einen Einzelguss machen und die Form danach in Wasser auflösen.

Typische Fehler und wie du sie vermeidest

Das Silikon bleibt am Modell klebrig, außen ist es fest

Ursache Inhibierung durch Resin, Latex, Schwefelknete oder frischen Lack.

Lösung Das wird nicht mehr fest. Restlos entfernen, mit Isopropanol reinigen, versiegeln, Klecks-Test. Nie frisches Silikon auf die inhibierte Schicht gießen. Oder auf Zinnsilikon wechseln.

Die ganze Form ist gleichmäßig weich, ölig oder hat Schlieren

Ursache Falsches Mischverhältnis (nach Volumen statt Gewicht gemessen), abgesetzte Komponente nicht aufgerührt, nicht gründlich genug gemischt, zu kalt oder überlagertes Silikon.

Lösung Nach Gewicht wiegen, beide Gebinde vorher aufrühren, Becher wechseln, bei Raumtemperatur arbeiten. Silikon hat ein Haltbarkeitsdatum, meist etwa ein Jahr ungeöffnet.

Blasen auf der Formoberfläche

Ursache Beim Mischen eingerührte Luft und Luft, die sich beim Aufsteigen an Details festsetzt.

Lösung Langsamer rühren, dünner Strahl aus der Höhe in die Ecke, Details vorher einpinseln. Langsam härtende Sorten geben Blasen mehr Zeit zum Aufsteigen.

Der Formkasten ist ausgelaufen

Ursache Undichte Nähte, Schichtlinien an Passflächen oder ein Kasten mit zu dünnen Wänden, der sich verbiegt.

Lösung Alle Nähte von außen mit Heißkleber oder Klebeband abdichten, mindestens 3 Wände drucken, hohe Kästen von außen mit Sand oder Reis in einem Behälter stützen.

Die beiden Formhälften sind zusammengeklebt

Ursache Silikon verbindet sich mit Silikon, wenn kein Trennmittel dazwischen ist.

Lösung Leider meist nicht zu retten, außer durch vorsichtiges Aufschneiden. Beim nächsten Mal ein Trennmittel für Silikon auf Silikon verwenden, in jede Vertiefung pinseln und an einem Reststück testen.

Formkasten in einer Minute statt einem Abend

Lade dein STL in den Meshcast Silikonform-Generator, stell die Silikondicke ein und lade ein druckfertiges Gehäuse mit Klammern herunter. Die Silikonmenge siehst du, bevor du druckst.

Silikonform-Generator öffnen →

Häufige Fragen

Kann ich die Silikonform direkt mit dem 3D-Drucker drucken?

Nein. Echtes Abformsilikon lässt sich mit einem normalen 3D-Drucker nicht drucken. Du druckst das Urmodell und einen Formkasten, gießt flüssiges Zweikomponenten-Silikon hinein und ziehst die ausgehärtete, flexible Form danach ab.

Härtet Silikon auf PLA aus?

Ja. PLA und PETG stören die Aushärtung von additionsvernetzendem Silikon praktisch nie, und das Silikon verbindet sich chemisch nicht mit ihnen. Problematisch sind Resin-Drucke, die nicht vollständig gewaschen und nachgehärtet wurden: Dort bleibt platinvernetzendes Silikon an der Kontaktfläche klebrig.

Welches Silikon ist das beste für Gießformen?

Für die meisten Projekte ein additionsvernetzendes Silikon (Platin) mit etwa 20 bis 30 Shore A. Es schrumpft kaum und hält lange. Ist dein Urmodell ein Resin-Druck oder besteht aus unbekanntem Material, ist kondensationsvernetzendes Silikon (Zinn) die robustere Wahl, weil es kaum auf Verunreinigungen reagiert.

Wie dick muss eine Silikonform sein?

Plane 4 bis 8 mm Silikon rund um das Modell ein. Unter etwa 4 mm reißt die Form an der dünnsten Stelle, oft erst beim zweiten oder dritten Entformen. Über etwa 10 mm wird sie steif und teuer, ohne besser zu entformen. Große oder sehr detailreiche Modelle bekommen das obere Ende.

Kann man Sanitärsilikon aus dem Baumarkt für Gießformen nehmen?

Für kleine, grobe Abdrücke funktioniert das, für eine saubere Gießform nicht. Sanitärsilikon härtet mit Luftfeuchtigkeit von außen nach innen aus, dicke Schichten brauchen sehr lange oder bleiben innen weich, und es gibt feine Details schlechter wieder. Zweikomponenten-Abformsilikon härtet gleichmäßig durch und ist dafür gemacht.

Brauche ich eine Vakuumkammer?

Nicht für den Anfang. Langsam rühren, in dünnem Strahl aus etwa 30 cm Höhe gießen und feine Details vorher mit einer dünnen Silikonschicht einpinseln bringt dich schon weit. Eine Vakuumkammer lohnt sich, wenn Blasen dir regelmäßig Abgüsse ruinieren.

Wie oft kann ich in eine Silikonform gießen?

Als grober Richtwert hält eine gute Form 50 bis 100 Abgüsse mit Wachs oder Seife und etwa 20 bis 50 mit Epoxidharz, weil die Reaktionswärme des Harzes die Oberfläche schneller angreift. Additionsvernetzende Silikone halten in der Regel länger als kondensationsvernetzende.

Gemacht von meshcast.app. Alle Zahlen sind typische Bereiche: Mischverhältnis, Topfzeit und Aushärtezeit immer laut Datenblatt deines Silikons prüfen. Hängst du irgendwo fest? Schick uns ein Foto, wir helfen gern.